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Mitarbeitergewinnung · · Von Redaktion Trendzone Marketing

Was ist Employer Branding? Definition, Ziele und Maßnahmen

Was ist Employer Branding? Einfach erklärt: Definition, Ziele und Maßnahmen, die schon mit 10 bis 50 Mitarbeitern funktionieren. Jetzt lesen.

Ihre Stelle ist seit Wochen offen, und es meldet sich niemand? Oft liegt das nicht an der Stelle. Gute Leute kennen Ihren Betrieb nicht und wissen nicht, wie es sich bei Ihnen arbeitet. Genau dafür gibt es Employer Branding.

Was ist Employer Branding? Die Definition

Employer Branding (auf Deutsch: Arbeitgebermarke aufbauen) bedeutet, Ihr Unternehmen als Arbeitgeber bekannt und attraktiv zu machen. Sie zeigen, wofür Sie als Arbeitgeber stehen, damit sich passende Bewerber bei Ihnen melden und Ihre Mitarbeiter gerne bleiben.

Die Arbeitgebermarke (englisch: Employer Brand) ist das Bild, das Menschen von Ihnen als Arbeitgeber im Kopf haben. Dieses Bild gibt es immer, ob Sie etwas dafür tun oder nicht. Beim Employer Branding sorgen Sie dafür, dass es stimmt und dass es gesehen wird.

Eine Arbeitgebermarke wächst über Monate. Wenn Sie schneller Bewerber brauchen, geht das auch direkt:

Auf einen Blick

  • Was: Ihr Betrieb wird als Arbeitgeber sichtbar und glaubwürdig.
  • Wofür: mehr passende Bewerbungen, weniger Kündigungen.
  • Wie: ein klares Arbeitgeberversprechen, echte Einblicke, Mitarbeiterstimmen.
  • Wichtig: Es muss im Alltag stimmen. Ein schönes Versprechen, das nicht gehalten wird, schadet mehr, als es nützt.

Employer Branding einfach erklärt: ein Beispiel

Stellen Sie sich vor, ein Handwerker sucht einen neuen Job. Er hört von drei Betrieben. Bei einem hat er von einem Kollegen gehört, dass dort ein guter Ton herrscht und pünktlich bezahlt wird. Bei den anderen weiß er nichts. Er bewirbt sich bei dem Betrieb, über den er Gutes weiß. Das ist Employer Branding: Sie sorgen dafür, dass Menschen etwas Gutes und Wahres über Sie als Arbeitgeber wissen, bevor sie sich entscheiden.

Welche Ziele hat Employer Branding?

Employer Branding hat fünf Ziele:

  • Mehr passende Bewerbungen: Menschen bewerben sich, weil sie wissen, was sie erwartet.
  • Weniger Absagen von Bewerbern: Wer Sie schon kennt, springt seltener ab.
  • Mitarbeiter halten: Wer stolz auf seinen Arbeitgeber ist, bleibt länger.
  • Unabhängiger von Stellenbörsen werden: Bewerber kommen auch über Empfehlungen und Ihre eigene Karriereseite.
  • Gegen größere Arbeitgeber bestehen: Ein kleiner Betrieb kann mit Nähe und Ehrlichkeit punkten.

Employer Branding für kleine Unternehmen: Warum es sich lohnt

Bewerber schauen sich Arbeitgeber vorher im Netz an: auf der Webseite, in sozialen Netzwerken, in Bewertungen. Wer dort nichts findet, wirkt unsicher. Ein Betrieb mit 10 bis 50 Mitarbeitern hat dabei einen Vorteil: Sie können persönlich, nah und ehrlich auftreten. Große Konzerne können das oft nicht so glaubwürdig.

Sie brauchen dafür keine Extras wie ein Konzern. Sie brauchen ein ehrliches Versprechen und Menschen, die es sehen.

Employer Branding Maßnahmen: die wichtigsten im Überblick

Es gibt Maßnahmen nach außen, um Bewerber zu erreichen, und Maßnahmen nach innen, um Mitarbeiter zu halten.

Nach außen: Bewerber erreichen

  • Karriereseite: Eine eigene Seite, die zeigt, wer Sie sind und wie man sich bewirbt. Wie das geht, lesen Sie in unserem Beitrag Karriereseite erstellen.
  • Stellenanzeigen mit Substanz: Konkrete Vorteile statt Floskeln. Eine Anleitung finden Sie unter Stellenanzeige schreiben.
  • Soziale Netzwerke: Kurze Einblicke in den Arbeitsalltag, Fotos vom Team, Videos von Baustelle, Werkstatt oder Büro.
  • Online-Werbung: Anzeigen bringen Ihre Botschaft zu Menschen in Ihrer Region, die gar nicht aktiv suchen. Mehr dazu auf der Seite Mitarbeitergewinnung.
  • Bewertungsportale: Reagieren Sie auf Bewertungen und pflegen Sie Ihr Profil.

Nach innen: Mitarbeiter halten

  • Regelmäßige Gespräche: Fragen Sie, was gut läuft und was besser sein könnte.
  • Weiterbildung: Zeigen Sie, wohin sich jemand bei Ihnen entwickeln kann.
  • Empfehlungsprogramm: Ihre Mitarbeiter kennen andere, die passen. Eine kleine Prämie für Empfehlungen lohnt sich.
  • Wertschätzung im Alltag: Lob, faire Arbeitszeiten und klare Absprachen kosten wenig und wirken stark.

Und wenn Ihre Stelle jetzt besetzt werden muss?

Employer Branding ist die Grundlage. Es wirkt aber über Monate, und Ihre Stelle ist heute offen. Deshalb gehören zwei Dinge zusammen: die Arbeitgebermarke, die Vertrauen schafft, und eine Kampagne für genau diese Stelle, die Menschen in Ihrer Region erreicht, auch wenn sie gerade nicht suchen. Sie müssen nicht erst monatelang aufbauen und dann hoffen. Sie können beides gleichzeitig angehen: Aus Ihrem ehrlichen Arbeitgeberversprechen wird die Anzeige, aus den Fotos aus dem Betrieb wird die Kampagne.

Was ist ein Arbeitgeberversprechen?

Das Arbeitgeberversprechen (Fachleute sagen auch „Employee Value Proposition“, kurz EVP) ist der Kern Ihrer Arbeitgebermarke. Es beantwortet eine Frage: Warum sollte jemand ausgerechnet bei Ihnen arbeiten?

Ein gutes Versprechen ist konkret und stimmt im Alltag. Zum Beispiel: „Bei uns bekommen Sie einen festen Ansprechpartner, faire Arbeitszeiten und die Chance, sich zum Bauleiter weiterzubilden.“ Nicht: „Wir sind ein dynamisches Team mit flachen Hierarchien.“ Der zweite Satz sagt jeder, deshalb glaubt ihn keiner.

Employer Branding in fünf Schritten starten

So fangen Sie an:

  1. Ist-Zustand klären: Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, was sie schätzen.
  2. Versprechen formulieren: Was bieten Sie, das andere nicht oder schlechter bieten?
  3. Zielgruppe festlegen: Wen suchen Sie genau?
  4. Inhalte erstellen: Fotos, kurze Videos, Mitarbeiterstimmen.
  5. Ergebnisse prüfen: Kommen mehr und passendere Bewerbungen?

Die Schritte erklären wir ausführlich in unserem Beitrag Employer Branding: In 5 Schritten zur starken Arbeitgebermarke.

Keine Zeit, die fünf Schritte selbst umzusetzen? Dann übernehmen wir das für Sie.

Woran erkennen Sie, dass es wirkt?

Diese Zeichen zeigen, dass Ihr Employer Branding wirkt:

  • Es kommen mehr Bewerbungen, und sie passen besser.
  • Mehr Bewerber nennen einen Grund, warum sie sich bei Ihnen melden.
  • Weniger Mitarbeiter kündigen.
  • Mitarbeiter empfehlen Sie weiter.

Häufige Fehler

Diese Fehler sehen wir immer wieder:

  • Ein Versprechen, das im Alltag nicht stimmt.
  • Austauschbare Floskeln statt konkreter Vorteile.
  • Nur Bilder aus Bilddatenbanken statt echter Menschen aus dem Betrieb.
  • Mitarbeiter nicht einbeziehen.
  • Employer Branding ohne konkrete Stellenanzeige: Die Marke soll am Ende zu Bewerbungen führen.

Häufige Fragen zum Employer Branding

Was ist der Unterschied zwischen Employer Branding und Recruiting?

Employer Branding baut langfristig das Bild als Arbeitgeber auf. Recruiting besetzt konkrete offene Stellen. Beides ergänzt sich: Eine gute Arbeitgebermarke macht das Recruiting leichter.

Was kostet Employer Branding?

Der Einstieg kann günstig sein. Echte Fotos, kurze Videos und Mitarbeiterstimmen kosten wenig. Aufwand entsteht vor allem durch Zeit und Konsequenz. Was Bewerbergewinnung bei Ihnen kostet, hängt von der Stelle und der Region ab. Den Preis nennen wir Ihnen im kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch.

Wie lange dauert es, bis Employer Branding wirkt?

Die Arbeitgebermarke wächst über Monate. Einzelne Maßnahmen, etwa bessere Stellenanzeigen, zeigen sich schneller. Wenn Ihre Stelle jetzt besetzt werden muss, lesen Sie oben den Abschnitt zur Kampagne für Ihre offene Stelle.

Brauche ich dafür eine Agentur?

Nicht zwingend. Hilfreich ist Unterstützung, wenn intern die Zeit oder die Erfahrung fehlt, zum Beispiel bei Anzeigen und Kampagnen. Wenn Sie das nicht selbst machen möchten, sprechen wir gern darüber: Mitarbeitergewinnung bei Trendzonemarketing.

Wie viel Zeit kostet mich das?

Für den Einstieg brauchen Sie etwas Zeit für echte Fotos oder Videos aus Ihrem Betrieb und für Gespräche mit Ihren Mitarbeitern. Bei einer Zusammenarbeit mit uns bleibt bei Ihnen nur eines: Sobald Bewerber sich melden, rufen Sie diese zeitnah an. Um alles davor kümmern wir uns.

Ich habe schon Stellenanzeigen geschaltet, und es hat nichts gebracht. Was ist jetzt anders?

Eine Anzeige auf einer Stellenbörse erreicht vor allem Menschen, die aktiv suchen. Viele gute Leute suchen aber nicht aktiv. Sie erreichen diese nur, wenn sie sehen, wer Sie sind und wie es bei Ihnen ist, dort, wo sie sich aufhalten. Dafür braucht es Ihre Arbeitgebermarke und eine Kampagne, die beides verbindet.

Reicht mein Betrieb dafür aus? Wir sind klein.

Ja. Sie brauchen keine Extras wie ein Konzern. Sie brauchen ein ehrliches Versprechen und Menschen, die es sehen. Gerade Nähe und Ehrlichkeit sind Stärken kleiner Betriebe.

Gilt das auch für das Handwerk?

Ja. Gerade im Handwerk entscheiden Betriebsklima, Ausstattung und Entwicklungschancen. Mehr dazu lesen Sie unter Handwerker finden.

Fazit

Employer Branding heißt: Sie zeigen ehrlich, wie es ist, bei Ihnen zu arbeiten, und sorgen dafür, dass die richtigen Menschen es sehen. Starten Sie klein, bleiben Sie konsequent und verbinden Sie Ihre Arbeitgebermarke mit konkreten Stellenanzeigen und Kampagnen.

Wie Arbeitgebermarke und Bewerbersuche zusammenpassen, zeigt unser Beitrag Mitarbeiter gewinnen: 7 Strategien, die funktionieren.

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